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FUSSNOTE
Diese Texte, die überwiegend aus Material bestehen, das dem verbalen Reservoir der suchmotorisch erschlossenen Bereiche des World Wide Web entnommen ist, machen einen enormen Zitatenschatz auf technisch bislang beispiellose Weise verfügbar: Wörter, Wortreihen, Sätze direkt von Ergebnisseiten oder weiterverfolgt, mittels Cut-up, Montage und Transformation aus einigen hundert, tausend oder millionen Resultaten destilliert, bilden ihre Essenz.
Die Basis solchen »Schreibens« sind gerade nicht literarisch formierte Werte, es ist sprachlicher Müll, welcher, unbedarft und in maßloser Quantität abgesondert, sicheres Zeichen eines wahrhaft babylonischen Tastenschlages ist, der den Orkus des Hypertextes speist; Verdichtung, nicht Dichtung, heißt die Methode; ein Versuch, den Zungenschlag der Zeit im Medium des Zeitgeistes zu treffen; ein Zungenkuß, der im semantischen Abschaum wildert.
26. jan 2005
druckversion 
last update: 14. sep 2007

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